Der Polizeisportverein PSV Tri Linz unter der Leitung von Peter Labmayer hatte wirklich herrlichstes Sommerwetter für die zwei ausgetragenen Bewerbe bestellt. 35° im Schatten machten den Athelten schwer zu schaffen und die Teilnehmer der Sprintstrecke (750m Schwimmen, 20km Radfahren und 5km Laufen) waren froh, endlich ins kühle Nass zu dürfen. Peter Nehmeth stieg nach nur 9min als Führender aufs Rad und gab diese Führung auch bis ins Ziel nicht mehr ab. Er rettete gerade noch 9 Sekunden Vorsprung vor dem heranstürmenden Dietmar Haiböck ins Ziel. Nur weitere 8 Sekunden später kam Jürgen Wagner als Dritter ins Ziel, der sich diesen Rang im Zielsprint gegen Franz Lugstein sicherte. Trotz der hohen Temperaturen machten es die Herren auf der Sprintstrecke sehr spannend.
Bei den Damen lag Melanie Karbiner nach dem Schwimmen ähnlich weit voran wie Nemeth Peter bei den Herren. Leider konnte sie diese Leistung am Rad nicht fortsetzen und musste das Dreiergespann Anna Jedynak, Marina Hinterreither und Angelika Schramm ziehen lassen. Es sah so aus, als würden sich diese die Podestplätze untereinander ausmachen. Doch mit einer sensationellen Laufleistung stürmte Victoria Schenk noch bis auf Platz 2 nach vorne und verwies Angelika Schramm und Marina Hinterreither auf die Plätze 3 und 4.
Beim Hauptbewerb über die klassische Olympische Strecke (1,5km Schwimmen, 40km Radfahren und 10km Laufen) waren alle auf das Duell der Linztriathlon-Sieger gespannt. Christian Birnguber (Sieger über die Sprintstrecke in Linz) traf dabei auf den Ex-Radprofi Matthias Buxhofer (Sieger über die Mitteldistanz in Linz). Vincent Rieß war zwar zu diesem Bewerb gemeldet, er wäre ein Mitstreiter um den Tagessieg gewesen, erschien aber leider nicht. Somit stand dem Showdown der Beiden nichts mehr im Wege. Beim Schwimmen stieg Christian Birngruber bereits als Zweiter aus dem Wasser. Nur Michael Steyskal war schneller im Wasser, Buxhofer verlor hier bereits 4 Minuten auf den Führenden. Am Rad lieferten sich Birngruber und Buxhofer dann ein spannendes Duell. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 45 km/h versuchte Buxhofer, den Rückstand nach vorne zu verringern. Aber auch Birngruber zeigte wie immer eine starke Leistung am Rad und hatte nach dem Radfahren immer noch einen Vorsprung von knapp 50 Sekunden. In der prallen Sonne zeigten dann Beide ein beherztes Rennen. Buxhofer konnte in der ersten der 2 Laufrunden 10 Sekunden aufholen, ehe Birngruber in der zweiten Runde noch einmal das Tempo anzog und am Ende seinen Vorsprung noch einmal auf über 90Sekunden ausbaute. Christian Birngruber sicherte sich damit auch den oberösterreichischen Landesmeistertitel über die Kurzdistanz. Martin Moucka belegte in dieser Landeswertung Rang 2 und komplettierte damit das Podest der Gesamtwertung.
Bei den Damen sah Sylvia Gehnböck lange wie die sichere Siegerin aus. Nach einer guten Schwimmleistung von Gehnböck hatte die favorisierte Daniela Rechberger bereits 2min Rückstand. Beim Radfahren konnte Rechberger aber nicht wie gewohnt den Abstand in einen Vorsprung umwandeln, sondern holte lediglich 30Sekunden auf. Zu ihrem Glück musste Gehnböck aber einen Zwischenstop in der Penaltybox einlegen und verlor so knapp 4 Minuten. Damit konnte Rechberger einen ungefährdeten Sieg einbringen und Gehnböck musste sich mit Rang 2 begnügen. Kathrin Kaspareth belegte in der Gesamtwertung Rang 3, legte aber ebenfalls eine kleine Pause in der Penaltybox ein. Daniela Rechberger kann damit einen weiteren oberösterreichischen Landesmeistertitel ihrer Sammlung hinzufügen.
Neben den tollen Leistungen der Athleten und Athletinnen bekamen die Zuseher auch rundherum Einiges geboten. Eine kleine Expo war ebenso vorhanden wie eine sehr gut einsehbare Wechselzone. Die Schwimmstrecke war vom Ufer aus sehr gut zu überblicken, die kurzen Radrunden von nur 10km ließen keine Langeweile aufkommen. Einzig die Laufrunden könnte man vielleicht etwas kürzer gestalten um hier noch mehr "Action" für die Zuseher zu bieten. Ebenfalls etwas unübersichtlich wurde es für die führenden Radfahrer auf der Olympischen Strecke als es an die Überholmanöver ging, langsamere Fahrer machen da nicht immer Platz. Dennoch war es eine gelungene Auftaktveranstaltung um das Team von Peter Labmayer. Schön, dass es den Steeltownman vor den Toren von Linz wieder gibt!