Der Triathlon im Hydepark in London war vermutlich der erste olympische Bewerb der Geschichte, der zum Teil in einem Ententeich ausgetragen wurde. Wie es die deutsche Starterin Svenja Bazlen ausdrückte: "Der Teich riecht nach Ente und er schmeckt nach Ente." Das Schwimmen wurde auf Grund der Wassertemperatur unter 20 Grad mit Neoprenanzug ausgetragen, was einen Vorteil für die schwächeren Schwimmerinnen bringen sollte.
Auf der 1,5 km langen Schwimmdistanz bildete sich eine kleine Gruppe angeführt von der Britin Hall, die nach knapp über 18 Minuten aus dem Wasser stieg. Nach den ersten beiden Radrunden hatte sich dann eine 22-köpfige Spitzengruppe zusammen gefunden, in einige der Favoritinnen (z.B. Spirig aus der Schweiz, Jenkins aus Großbritannien oder Hewitt aus Neuseeland) vertreten waren. Wegen zum Teil nasser Bodenverhältnisse kam es am Rad in den engen Kurven zu etlichen Stürzen.
Für die österreichische Starterin Lisa Perterer war das Rennen schon nach dem Schwimmen aussichtslos. Sie stieg auf Platz 52 alleine hinter den größeren Gruppen liegend mit 2 Minuten Rückstand aus dem Wasser, womit der Zug für das Radfahren abgefahren war. Sie belegte schließlich Platz 48 von 55 Starterinnen .
Der abschließende 10 km Lauf musste dann die Entscheidung zwischen den 22 Athletinnen in der Spitzengruppe bringen. Nach 5 km war die Spitze auf 5 Läuferinnen geschrumpft, aus der sich dann ein dramatischer Schlusssprint entwickelte. Das Fotofinisch zeigte Nicola Spirig zeitgleich mit Lisa Norden aus Schweden auf Platz 1 vor Erin Densham aus Australien.
Die mehrmalige Siegerin eines WM-Rennens im Vorjahr Paula Findley aus Kanada wurde gar Letzte.
Ergebnisse:
http://www.london2012.com/triathlon/event/women/index.html